Der Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestags hat heute die Entbudgetierung der Kinder- und Jugendmedizin beschlossen. Damit hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sein Versprechen auf eine dauerhafte finanzielle Besserstellung der ambulanten Pädiatrie gehalten. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) begrüßt den Beschluss des Gesundheitsausschusses.
In der Pandemie hat sich die Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen verdoppelt. Inzwischen sind mehr als sechs Prozent der Minderjährigen abhängig von Computerspielen und sozialen Medien. Damit zeigen über 600.000 Jungen und Mädchen ein pathologisches Nutzungsverhalten. Auch die Medien-Nutzungszeiten sind seit 2019 um ein Drittel gestiegen. „Auch nach der Corona-Pandemie ist eine riskante Mediennutzung bei vielen Kindern und Jugendlichen Alltag“, sagt Dr. Thomas Fischbach, Präsident des…
Eine repräsentative DAK-Sonderanalyse des Kinder- und Jugendreports zeigt, dass die Klinikbehandlungen bei Neugeborenen und Säuglingen mit dem sogenannten RS-Virus in der Pandemie drastisch gestiegen sind. "Die Ergebnisse zeigen genau das, was wir in den Praxen erlebt haben“, sagt Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ). Mehr dazu in der DAK-Pressemitteilung.
Kinder in der Bronzezeit hatten so gut wie nie Karies, das belegen Ausgrabungen. Heute hat dagegen etwa die Hälfte aller Sechs- bis Siebenjährigen Karies. Tendenz: steigend. „Inzwischen sehen wir – auch wegen ausgefallener zahnärztlicher Vorsorgen während der Coronazeit - eine massive Zunahme der frühkindlichen Karies. Es besteht also dringender Handlungsbedarf,“ sagt die Hamburger Kinder- und Jugendärztin und BVKJ-Landespressesprecherin Charlotte Schulz.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unter Bundesminister Cem Özdemir hat einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der eine Werbebeschränkung für ungesunde Lebensmittel in allen für Kinder relevanten Medien in der Zeit von 6 bis 23 Uhr vorsieht. Als Grundlage der Einschätzung, welche Nahrungsmittel hiervon betroffen sein werden, soll das Nährwertmodell der WHO- Europa dienen.